Cine 03

ZOLTAN – “First Stage Zoltan”   -  Cine 03   -    16th September Releasedate!

limited edition on 180g Vinyl Gatefold LP + CD Version 250 copies  SOLD OUT!!!

limited edition on 180g Vinyl LP only 250 copies

limited edition Digipack CD Edition 250 copies

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Some Reviews in German & English

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George Pacheco / Boston Examiner

Zoltan evoke minimalistic electronic grandeur on their Cineploit debut

London’s instrumental outfit known as Zoltan are cut from the same macabre musical jib here on their First Stage Zoltan debut as Pittsburgh’s diabolical duo ZOMBI, in that both acts evoke powerful, minimalistic grandeur with layers of electronic ambiance.

The influences behind Zoltan’s dark and creepy sound emerge primarily from the obscure recesses of 1970s Italy, namely the cult film soundtracks of composers Fabio Frizzi and Stelvio Cipriani, both of whom scored numerous, grotesquely artistic horror flicks during the country’s cinematic boom of the 60s, 70s and 80s.

Films such as The Beyond, Nightmare City and Lucio Fulci’s classic Zombie are all prime examples of Zoltan’s musical inspiration at work, while similar stylistic avenues also emerge from the synthesizer fog here, not the least of which are the equally classic film/score works of American horror director JOHN CARPENTER. There is a malicious, bass-driven undertone to the band’s work which works hand in hand with Zoltan’s higher, more ambitious orchestrations, the moods of which link quite often with the jazzier end of 70s film scores, a la Alain Goraguer’s Planete Sauvage, for example.

Indeed, while shades of Halloween certainly permeate Zoltan’s electronic symphonies, there exists a certain depth to the band’s composition which lifts them above mere homage and plagiarism into the upper echelon of their field; deserved praise for a band so relatively new to the scene, yet utterly deserved: Zoltan totally rules.

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Marcus Stiglegger/Deadline

In der letzten Ausgabe von Deadline hatte ich das Wiener (!) Label Cineploit vorgestellt,

das nun gleich drei neue Werke nachlegt: Die britischen Analog-Elektro-Rocker haben mit dem Album »First Stage Zoltan« (Cine 03) eine eindrucksvolle Hommage an die pulsierenden und mitunter schrägen Soundscapes der wilden 1970er herausgebracht. Benannt nach einem Hammer-Horror-Klassiker, erinnert der dichte Sound mit analogen Synths und vollem Rockinstrumentarium an eine Mischung aus Krautrock, John Carpenter und Goblin (Ära PROFONDO ROSSO bis ZOMBI). Und geboten wird die schwere Vinylscheibe im edlen

und festen Gatefold-Cover, mit monumentalem Artwork und CD. ZOLTAN wird man zukünftig auch live auf europäischen Bühnen erleben dürfen.

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VIRUS Review von Christian Ladewig

Zoltan – First Stage Zoltan

Ältere Leser, auch jüngere, die sich auch mal was merken konnten, werden sich an VIRUS-Ausgaben erinnern, in denen wir über das Duo Zombi aus Pittsburgh, USA, berichteten. Die haben weiland ganz viele, na ja, Zombiefilme aufgegessen und danach fies dräuende Synthesizer-Lavaströme auf die Welt losgelassen, die auch dem alten Fulci das faltige Zelt in die Hose gestellt hätten. Auf Cineploit Records kommen jetzt Zoltan aus London. Die können das auch. Und wie. Bedrohliche Sägezahnplucker-Aufrüttler aus den Kellern der Professoren Moog, Roland und anderer Stromkreisattentäter, die mich an pizzagesichtige Untote aus Bella Italia denken lassen. Die Sounds, nicht die Tüftler. Genau, wie von den Machern beabsichtigt. Diese englischen Bluthunde Draculas haben die Wasserfälle aus Tasteninstrumenten-Ikonographie der in den Siebzigern ganz großen Orgel Onanisten wie Rick Wakeman, natürlich Keith Emerson oder deren genreverbundenen Eleven wie Goblins Claudio Simonetti komplett verstanden und schlicht zu Eigen gemacht. Die walzenden Ambeint-Wände des Bandsounds treffen immer wieder auf verspieltere Synthie-Prog-Arrangements, eher jazzigen Genese, fast an avantgardistische Filmscores wie den zum schrägen französischen Science Fiction Trickfilm „der fantastische Planet“ erinnernd. Ja, die großen blauen Außerirdischen (die vor Avatar immer noch) hätten ihre Freude. First Stage Zoltan ist eine Platte, auf CD oder ungleich mächtigerem Vinyl (übrigens artworktechnisch einer ordentlichen Progressive-Rock-Rarität von ca. 1971 schon pervers nahe), die nicht rockt aber doch mächtig rockt. Wenn Sie verstehen, was ich meine. Synth-Revival voran!

and in english

Older readers – or at least those with a penchant for remembering things – might recall past issues of our mag when we wrote about Pittsburgh’s two-piece Zombi. Those dudes back in the day, well, gobbled up their decent share of zombie flicks and followed up with releasing streams of synthesizer lava evil and threatening enough to raise even ol’ Fulci’s wrinkly tent o’ pants onto an ususpecting public. Cineploit records just released an album by Zoltan from London. They’re capable of similar crimes. Seriously. Impending doom of sawtooth fumblings from the cellars of Messrs. Moog, Roland and other circuit assassins making me think of pizza faced undead from bella Italia. The sounds, not the manufacturers that is. Exactly as planned by the creators. Those British bloodhounds of Dracula completely understood and even made their own the waterfalls-of-keys-iconography of huge seventies organ-masturbators such as Rick Wakeman, Keith Emerson of course or their genre-bound pupil Claudio Simonetti of Goblin fame. Crushing ambient walls of sound again and again meet playful synth-prog-arrangements of a rather jazzy nature, almost in the vein of the fine score to that strange French Sci-Fi animation classic Fantastic Planet. Yes, those big blue aliens (those before Avatar, still) would dig this. First Stage is a record, on CD or the much mightier vinyl issue (by the way, the artwork gets perversely close to one of those prog rock rarities from ca. 1971), that rocks seriously without trying to rock. If you know what I mean. Synth-revival is go!

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Babyblaue Seiten – Prog Reviews

Was macht eigentlich Matt Thompson inzwischen? Wer? Na der einstige Saitenzupfer von Guapo und zudem auch einer der Gründer jener Band, die er dann aber Mitte des letzten Jahrzehnts verlassen hat. Nun, nach dem Ausstieg bei Guapo betätigte sich Thompson vornehmlich solistisch. Unter dem Künstlernamen Rashomon produziert er Soundtracks zu imaginären Filmen. Vor einiger Zeit hat er sich zudem mit seinem Bruder Andy zusammengetan um dieser Passion zu fröhnen. Andy Thompson, ein leidenschaftlicher Sammler “altmodischer” Keyboardinstrumente, kennt man vielleicht als den Macher der Planet Mellotron Internetseite (und als zeitweiligen Tastenmann von Litmus). Dazu kam noch der Schlagzeuger Andrew Prestidge und das Trio Zoltan war geboren. Im Herbst 2012 legte die Band ihr Albumdebüt “First Stage Zoltan” vor.

Eine Art von imaginärer Soundtrackmusik machen auch Zoltan. Analoge Tastensounds (sehr viele Tastensounds) und “altmodische” Elektronik kommen hier zum Einsatz, dazu oft Bass und Schlagzeug. Das Ergebnis klingt ein wenig nach den Filmsoundtracks eines John Carpenter (z.B. “The Fog”) oder gar jener Italo-Schund-Horrostreifen aus den 70ern und frühen 80ern, die oft mit einer Mischung aus zeitgenössischer Elektronik und Proto-Retroprog à la Goblin versehen wurden. Schwebende, immer leicht angeschrägte Tastensounds, kernige Elektronik, auf- und absteigende Berliner Sequenzermuster, hupende und knurrende Synthesizer, geheimnisvolles Mellotronflöten, hymnische Keyboardflächen und immer wieder sehr treibende Bass- und Schlagwerkeinlagen erzeugen eine seltsam mitreißendes bombastisch-elektronisch-retroprogressives, zudem sehr fett und dynamisch produziertes Gemenge.

Nach dem eben geschriebenen muss man natürlich zwangsläufig das US-Duo Zombi als Vergleich heranziehen und in der Tat gibt es da starke klangliche und stilistische Gemeinsamkeiten. Etwas mehr retro als “Surface To Air“, aber deutlich elektronischer als “Spirit Animal” kommt “First Stage Zoltan” aus den Boxen. Allerdings hat die Musik von Zoltan ein europäischeres Gepräge, klingt meist “gotischer” und düsterer und ist auch etwas abwechslungsreicher und komplexer gestrickt. Guapo interpretieren Carpenter-Soundtracks? Allzu intellektuell oder tiefgründig ist das Ganze zwar nicht, sondern lebt – wie auch die Musik der schon erwähnten Soundtracks – vornehmlich von Effekt, Exaltiertheit und Bombast, doch tut das dem Spaß am Zuhören keinen Abbruch.

Wer altmodischen Elektro-Symphoprog schätzt, schundige Horrorstreifen aus den späten 70ern des letzten Jahrhunderts, angeschrägt-unkommerziellen Tastenbombast und die Musik von Zombi bzw. deren musikalisches Konzept, der sollte sich “First Stage Zoltan” dringend besorgen. Angeblich gibt es nur 500 Stück davon. Tolles Cover!

assen, die auch dem alten Fulci das falti…ge Zelt in die Hose gestellt hätten. Auf Cineploit Records kommen jetzt Zoltan aus London. Die können das auch. Und wie. Bedrohliche Sägezahnplucker-Aufrüttler aus den Kellern der Professoren Moog, Roland und anderer Stromkreisattentäter, die mich an pizzagesichtige Untote aus Bella Italia denken lassen. Die Sounds, nicht die Tüftler. Genau, wie von den Machern beabsichtigt. Diese englischen Bluthunde Draculas haben die Wasserfälle-aus-Tasteninstrumenten-Ikonographie der in den Siebzigern ganz großen Orgel-Onanisten wie Rick Wakeman, natürlich Keith Emerson oder deren genreverbundenen Eleven wie Goblins Claudio Simonetti komplett verstanden und schlicht zu Eigen gemacht. Die walzenden Ambient-Wände des Bandsounds treffen immer wieder auf verspieltere Synthie-Prog-Arrangements, eher jazziger Genese, fast an avantgardistische Filmscores wie den zum schrägen französischen Science-Fiction Trickfilm Der fantastische Planet erinnernd. Ja, die großen blauen Außerirdischen (die vor Avatar immer noch) hätten ihre Freude. First Stage ist eine Platte, auf CD oder ungleich mächtigerem Vinyl (übrigens artworktechnisch einer ordentlichen Progressive-Rock-Rarität von ca. 1971 schon pervers nahe), die nicht rockt aber doch mächtig rockt. Wenn Sie verstehen, was ich meine. Synth-Revival voran !

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Dusty Groove Chicago

There’s a massive amount of keyboards pictured on the inside cover of the album – which you can hear to great effect in the music of Zoltan! The group’s clearly inspired by the sound of 70s soundtracks – and maybe a bit of 80s, too – especially the John Carpenter-type of film score that was often heavy on keyboards, used in really spare and spooky ways! Moogy moments mix with Yamaha, Juno, Jupiter, and other electrified lines – held fast by some firm funky beats and raw guitar riffs – and recorded beautifully with just the right sort of vintage sound! You could easily play the whole album as the score for one of your favorite slasher films from back in the day – and our hat’s off to Zoltan for getting the sound so right. Titles include “Canali Replica”, “Windowless Monad”, “Pilman Radiant”, “Krollspell”,” The Tall Man”, and “Black Iron Prison”.

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